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Der Aussie Rassestandard Gesundheit Zyklus der Hündin

Zyklus der Hündinnen    

 

 

Der Zyklus der Hündin wird von den Hormonen gesteuert und besteht aus 4 Phasen. Phase 1 die Ruhepause, Phase 2 die Hitze, Phase 3 Deckbereitschaft und die 4 Phase die Rückbildung. Der Zyklus wiederholt sich alle 6/7 Monate es kann auch länger oder kürzer sein.   

  

Für die Abstande der Zyklen berechnet man, den 1. Tag der Blutung, die Tage/Monate bis zum nächsten 1. Tag der Blutung.

 

Diese Berechnung gilt immer, egal ob eine Hündin trächtig geworden ist, Welpen bekommen hat oder es nicht geklappt hat. Meistens dauert es nach der Geburt noch ein bis zwei Monate länger bis zur nächsten Blutung. Darauf  verlassen sollte man sich allerdings nicht.

 

Ablauf einer Trächtigkeit:

Wir wollen den "normalen" Verlauf einer Trächtigkeit aufzeigen. Natürlich kann es bei den angegebenen Zeiten und Daten zu Abweichungen kommen.

1. Woche 1. Tag: Erster Deckungstag. Sperma wandert ausserhalb der Gebärmutterschleimhaut. Um die Befruchtung zu erhöhen, sollte der Deckakt innerhalb von 48 Stunden nach ein zweites mahl wiederholt werden.

 

  2. - 3. Tag: Sperma wandert zu den Eileitern. Die Spermien bleiben in den weiblichen Geschlechtsorganen eine Zeitlang befruchtungsfähig. Bei den Säugetieren ist diese Zeit recht kurz.
Das Sperma erreicht die Eileiter, in denen sich reife Eizellen befinden.

 

  3. - 4. Tag: Befruchtung der Eizellen (in den Eileitern).

 

  4. - 6. Tag: Die befruchteten Eizellen wandern in den Gebärmutterhals.

 

2. Woche 8. - 12. Tag: Die Eizellen entwickeln sich zu Blastocyten.

 

  12. - 14. Tag: Die Embryos erreichen die Gebärmutter.

 

3. Woche

15. - 21. Tag:

Die Hündin leidet möglicherweise unter morgendlicher Übelkeit aufgrund der hormonellen Umstellung oder Spannungen in der Gebärmutter. Füttern Sie kleine Mahlzeiten mehrmals am Tag, um gegen die morgendliche Übelkeit zu helfen. Unsere Hündinnen hatten die Übelkeit nur einen Tag, falls die morgendliche Übelkeit anhält, kann der Tierarzt ein Mittel verschreiben, um die Gebärmutter zu beruhigen. Manche Hündinnen fressen ab dem 20. Tag für einige Tage gar nichts oder zumindest sehr wenig. In der Regel pegelt sich ihr Fressverhalten danach wieder ein. Die Hündin ist jetzt besonders anhänglich.

 

    Am 19. Tag setzen sich die Keimbläschen (sog. Blastocyten) in der Gebärmutterwand fest. Diese formen embrionale Bläschen. Ab dem 21. Tag sondern viele Hündinnen zähflüssigen, klaren Schleim ab. Das ist das eindeutigste Zeichen, dass der Deckakt geklappt hat.

 

4. Woche 21. - 28. Tag: Am 22. Tag sind die Embryonen sichtbar. Der Herzschlag kann zur Diagnose der Trächtigkeit herangezogen werden. Zu diesem Zeitpunkt kann auch mit einer Ultraschalluntersuchung der Zustand der Trächtigkeit festgestellt werden. Besprechen Sie mögliche Risiken einer solchen Untersuchung mit dem Tierarzt.
Anstrengende Aktivitäten sind jetzt zu vermeiden. Die Proteinzufuhr im Futter kann erhöht werden. Hierfür eignet sich sehr gut die Gabe von Welpenfutter, Lebertran, Joghurt und Hüttenkäse.

 

  26. - 30. Tag: Die Augen und die Nervenstränge im Rückenmark werden gebildet. Die Organbildung beginnt. In dem derzeitigen Zustand sind die Embryonen sehr stark defektgefährdet. Die Entwicklung der Zitzen beginnt.

 

    Dies ist der beste Zeitpunkt, um die Trächtigkeit anhand des Herzschlags zu diagnostizieren. Unsere Tierärztin kann ab jetzt mit abtasten des Bauches feststellen ob sie trägt. Die Embryonen sind jetzt in der grösse von Walnüssen und sind gleichmäßig im Uterus verteilt.

 

5. Woche 29. Tag: Die Hündin hört auf, die Beine anzuziehen, weil das Gewicht ansteigt und die Welpen sich drehen. Das Anschwellen der weiblichen Scham wird merkbarer. Bitte achten Sie auf das Gewicht der Hündin und überfüttern Sie nicht. Der Herzschlag ist aufgrund der ansteigenden Flüssigkeit in der Gebärmutter nicht mehr länger als Diagnosemethode nutzbar.

 

  35. Tag: Zehen, Barthaare und Krallen beginnen sich zu entwickeln.

 

    Die Ausbildung der Organe ist abgeschlossen. Die Föten sehen nun aus wie Hunde. Kopf und Rumpf sind unterscheidbar. Das Geschlecht ist bestimmbar. Die Fellfarbe beginnt sich zu entwickeln. Der Herzschlag der Föten ist per Stethoskop hörbar. Die Zitzen der Hündin werden dunkler und schwellen an.

 

6. Woche   Die Hündin wird mit der Wurfkiste vertraut gemacht. Sie kann dort schlafen. Erhöhen Sie die Anzahl der Mahlzeiten und behalten Sie ihr Gewicht im Auge.

 

7. Woche   Die Hündin sollte jetzt nicht mehr mit anderen Hunden raue Spiele spielen oder springen. Per Röntgenaufnahme lassen sich Anzahl und Grösse der Hündchen bestimmen. Die Hündin sollte nur dann geröntgt werden, wenn Schwangerschaftsprobleme auftauchen oder zu diesem Zeitpunkt noch immer unsicher ist, ob sie tatsächlich Welpen bekommt. (z.B. Verdacht auf Einfrüchtigkeit) Ansonsten stellt das Röntgen eine unnötige Belastung dar.

 

    Ab der 7. Woche messen Sie der Hündin einmal täglich rektal die Temperatur und notieren diese Werte.

 

  45. Tag: Die Knochen verstärken sich. Die Welpen können nun leicht unter der Bauchdecke ertastet jedoch noch schlecht gezählt werden. Die Haare am Bauch der Hündin fallen aus.

 

8. Woche   Die Hündin hat weniger Hunger, was durch den Platzmangel im Bauch verursacht wird. Unterrichten Sie Ihren Tierarzt über den zu erwartenden Geburtszeitpunkt und erörtern Sie mit ihm mögliche Probleme. Stellen Sie die Utensilien für die Geburt zusammen und bereiten Sie alles vor.

 

  48. - 54. Tag:

 

Die Hündin verbringt sehr viel mehr Zeit mit der eigenen Körperpflege. Die Zitzen schwellen weiter an. Die Hündin wird unruhiger und sucht einen geeigneten Platz fürs Werfen. Sorgen Sie dafür, dass sie den Platz fürs Werfen so angenehm wie möglich vorfindet. Je nach Rasse kann man kleine Handtücher oder Waschlappen auf die Unterlage der Wurfkiste legen, um der Hündin Material für ihren "Nestbau" zu geben.

 

  50. Tag:

 

Füttern Sie mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag, da der Bauch beengt ist. Die Bewegung der Welpen im Mutterleib ist leicht erkennbar, wenn man die flache Hand vorsichtig auf den Bauch der Hündin legt. Sie muss dazu völlig entspannt sein.

 

    Säubern Sie Bauch und Schambereich mit warmem Wasser. Kürzen Sie das Haar rund um die Zitzen, um den Welpen den Zugang zu erleichtern.

 

9. Woche

60. Tag:

Die Hündin wird ruhelos und beginnt 'Nestbau' Verhalten zu zeigen.

 

 

61. Tag:

Messen Sie nun morgens und abends die Temperatur der Hündin. Die normale Temperatur schwankt je nach Rasse und Alter der Hündin zwischen 37,5 und 39,4 Grad Celsius. Gerade wegen der großen Schwankungsbreite ist es wichtig, die normale Körpertemperatur zu kennen (Messungen 7. Woche). Wenn die Temperatur um ca. 1,5 bis 2 Grad Celsius fällt, werden die Welpen innerhalb der nächsten 6- 24 Stunden geboren.

 

 

62. Tag:

Die Hündin wirkt möglicherweise unglücklich, ruhelos, läuft immer hin und her und fühlt sich offensichtlich unwohl. Es kann sein, dass sich weiße Scheidenflüssigkeit absondert.

 

  63. Tag: Der vorausberechnete Tag der Geburt. Viele Hündinnen werfen zwischen dem 58. und 63. Tag. Einige lassen sich auch bis zum 66. Tag Zeit. Beobachten Sie Ihre Hündin vor allem bei Verspätungen sehr genau. Übelriechender, dunkler Ausfluss ist ein Alarmzeichen, sofort den Tierarzt aufzusuchen. Spätestens am 66. Tag muss ohnehin ein Tierarzt konsultiert werden. Es könnten Geburtsprobleme wie zu große oder abgestorbene Welpen vorliegen. Dann kann nur schnelles Handeln das Leben von Mutter und Welpen retten.

 

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